Informationen zur COVID-Impfung

  1. Grundsätzliche Empfehlung:
    Die zur Verfügung stehende Information über die Erkrankung und die Wirksamkeit der Impfung wie auch die weiterhin geringe Rate und Schwere an Nebenwirkungen sind klare Argumente für eine Empfehlung, sich impfen zu lassen. Selbst wenn durch die Grunderkrankung oder die laufende Therapie möglicherweise eine etwas schwächere Wirkung der Impfung angenommen werden kann, so ist zumindest eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine Infektion bzw. ein milderer Verlauf anzunehmen,
  2. Impfstoff:
    Jeder Totimpfstoff (das sind die ‚RNA-Impfstoffe‘ von Biontech/Pfizer oder Moderna, Proteinimpfstoffe; nicht vermehrungsfähige Viralvektoren ‘AstraZeneca’)) ist problemlos anwendbar, Lebendimpfstoffe (derzeit nicht in der Anwendung) sollten nur nach Rücksprache eingesetzt werden.
  3. Priorisierung:
    Unabhängig von der Altersgruppe können Patienten mit laufender Chemotherapie oder Immuntherapie bereits in der 2. Gruppe (hohe Priorität) und, in besonderen Fällen, Patienten nach durchmachter Krebs- oder Leukämieerkrankung auch in der 3. Gruppe (erhöhte Priorität) der Impfberechtigten geimpft werden. Das hierzu erforderliche bestätigende Schreiben erhalten Sie in der Praxis im Laufe der aktuellen Wochen (Mitte Februar bis Anfang März für Gruppe 2)
    Diese Gruppen sind (Auszug) folgendermaßen definiert:

Priorisierungsgruppe 2: Folgende Personen haben mit hoher Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  • Personen mit Krebserkrankung ohne gestopptes Tumorwachstum
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlaufnach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,
  • über 70-jährige

  • Priorisierungsgruppe 3: Folgende Personen haben mit erhöhter Priorität Anspruch auf Schutzimpfung: 
  • Personen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen, wenn die Remissionsdauer mehr als fünf Jahre beträgt,
  • Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen,
  • über 60-jährige
  1. Härtefallregelung:
    Darüber hinaus kann in ausgesuchten, begründeten Einzelfällen eine vordringliche Impfung bei der Härtefallkommission, die ab dem 17.2.21 über das Sozialministerium eingerichtet ist, beantragt werden.