Informationen zur COVID-Impfung

  1. Grundsätzliche Empfehlung:
    Die zur Verfügung stehende Information über die Erkrankung und die Wirksamkeit der Impfung wie auch die weiterhin geringe Rate und Schwere an Nebenwirkungen sind klare Argumente für eine Empfehlung, sich impfen zu lassen. Selbst wenn durch die Grunderkrankung oder die laufende Therapie möglicherweise eine etwas schwächere Wirkung der Impfung angenommen werden kann, so ist zumindest eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine Infektion bzw. ein milderer Verlauf anzunehmen,
  2. Impfstoff:
    Jeder Totimpfstoff (das sind die ‚RNA-Impfstoffe‘ von Biontech/Pfizer oder Moderna, Proteinimpfstoffe; nicht vermehrungsfähige Viralvektoren ‘AstraZeneca’)) ist problemlos anwendbar, Lebendimpfstoffe (derzeit nicht in der Anwendung) sollten nur nach Rücksprache eingesetzt werden.
  3. Priorisierung:
    Die Periodisierung ist aufgehoben und jeder unserer Patienten kann sich bei uns zur Impfung anmelden, Termine werden hier in aller Regel spätestens bis zum Ende der jeweils folgenden Woche ermöglicht; zur Anwendung kommen derzeit der Impfstoff Comirnaty (Biontech, mRNA-Vakzine), Vaxzevria (AstraZeneca) und COV1D19-Vakzine Janssen (letzte beiden Vektorimpfstoffe); der Impfstoff Janssen wird ein einziges Mal, die beiden anderen 2x im Abstand von 6…10 Wochen verabreicht.
  4. Wirksamkeitskontrolle (Impftiter):
    Es ist nicht sinnvoll oder möglich, die Wirkung der Impfung mit einer Bestimmung der Covid-Antikörper zu messen. Diese Laboruntersuchung ist für die Erfassung einer abgelaufenen Infektion geeignet und kann nicht abschätzen, ob der Impfschutz eingetreten ist, noch weiter fortbesteht oder wie seine ‘Stärke’ eingeschätzt werden kann.
    Insbesondere kann derzeit keine Empfehlung ausgesprochen werden, mit diesem Messverfahren den Zeitpunkt einer Nachimpfung oder die Erfordernis einer dritten Impfdosis festzulegen (für eine dritte Impfung existieren überhaupt keine Empfehlungen).